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Aufgefallen…

Oktober 23, 2008

Laut der Außenansicht in der heutigen SZ könnte die islamische Republik Iran noch dieses Jahr im Besitz von genug waffenfähigem Uran sein, um einen Sprengkopf zu bestücken. Dies würde, so der Schreiber, zu Ahmadi-Nejads Plänen passen, noch innerhalb seiner Amtszeit den Iran zur Atommacht zu machen. Der Artikel, der für SZ-Verhältnisse erstaunlich gut ist (liegt wohl auch daran, dass es sich um eine Außenansicht handelt), war neben anhaltender Übelkeit ein Grund dafür, dass mein Tag so richtig scheiße begonnen hat. Aber das nur am Rande. Ein weiteres Ärgernis war der Blick in mein neu erworbenes Universal-Wörterbuch Persisch aus dem Langenscheidt-Verlag. Die anfängliche Vermutung, dass das Buch sich als Hilfe beim erlernen der persischen Sprache erweisen würde, erfüllte sich nur bedingt. Zwar finden sich in dem 18.000 Wörter umfassenden kleinen Büchlein wichtige Wörter wie “Märtyrertod”, “Ungläubige” und “Opferfest”. Einige Vokabeln vermisse ich jedoch. Hätte ich mir bei “historischer Materialismus” und “Warenfetisch” noch irgendwie behelfen können, stört mich die Abwesenheit von Wörtern wie “Säkularisierung”, “Aufklärung” und “Kommunismus” schon etwas. Hier sehe ich natürlich keine üble Verschwörung oder politischen Einfluss am Werk sondern viel eher die normative Kraft des Faktischen. Für diejenigen, die derzeit ein persisches Wörterbuch brauchen, scheint es andere Prioritäten zu geben. Sad, this.

the colawar

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Endlich! Das Kapital wird verfilmt!

Oktober 15, 2008

Die Finanzkrise macht auch vor Hollywood keinen Halt. Doch anstatt sich von wirtschaftlichen Problemen ins Bockshorn jagen zu lassen, gehen die Produzenten auf sehr kreative Weise mit der Krise um. Da im Gefolge zusammenbrechender Märkte die Menschen beginnen, der Marktwirtschaft zu misstrauen, wittern die Produzenten und Studiobosse die Möglichkeit für einen Blockbuster: die Verfilmung von Karl Marx “Kapital”. Der als Triologie angelegte Film soll hochkarätig besetzt werden. Angefragt ist Miley Cyrus als ursprüngliche Akkumulation sowie Bruce Willis als Mehrwert. in dem mir vorliegenden Trailer sind schon einige Granden zu sehen. Klar ist etwa die Besetzung für den Warenfetisch (teuflisch: Kevin Spacey) und die Profitrate (Hervorragend in Szene gesetzt von Helen Mirren). Letztere spielt den eigenen Verfall auf herzergreifende Art und Weise. Um die linken Zuschauer nicht zu verschrecken, plant das ausführende Studio die Einrichtung von “kreativen Kolchosen” (im Original “creativ collective”). In diesen an das Prinzip Web 2.0 (das nicht der Kommunismus ist) angelehnten Foren können Fans Vorschläge für die Besetzung posten. Um das Vohaben zu unterstützen habe auch ich mich bereiterklärt, Vorschläge weiterzuverbreiten, also, Seid so gut und postet Eure Traumbesetzung ins Kommentarfeld!

the colawar.

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Die ganze Zeitung ein Depp…

Oktober 13, 2008

Heute geht, wie manche vielleicht wissen, die Uni wieder los. Nicht nur, dass meine Youtube-Orgien damit erstmal ein Ende gefunden haben, auch früheres Aufstehen ist wieder angesagt. Also Kaffee ins Getriebe und Zeitung aufgeschlagen. In meinem Fall die Süddeutsche Zeitung, über die ich mich nun kurz auslasse.
Zur vertiefenden Lektüre bezüglich dieses Zeitung gewordenen Ärgernisses empfehle ich den Artikel “Ist Zeitunglesen sexy?” von Justus Wertmüller aus der Bahamas Nr. 52. Zurück zur heutigen SZ: zwei Artikel von Thorsten Schmitz, einem der Israelkritker des Blattes (neben Thomas Avenarius) fanden mein Interesse und lösten postwendend Unbehagen aus. Im “Hamas und Fatah wollen Streit beilegen” schreibt Schmitz:

“Die 1987 gegründete Hamas, die in ihrem Statut die Zerstörung Israels fordert, hatte im vergangenen Jahr nach dem Scheitern der Koalitionsregierung die Macht im Gaza-Streifen an sich gerissen und sämtliche Sicherheitskräfte, die der Fatah angehörten, vertrieben, inhaftiert und zum Teil auch gefoltert.”

Während wir bezüglich des Gründungsjahres der Hamas mal nicht pingelig sein wollen, gibt es einen anderen Satzteil der verwundert. Vertreibung, Inhaftierung, Folter – das klingt für sich allein schlimm genug, jedoch hat Schmitz vergessen, zu erwähnen, was im Gazastreifen sonst noch so los war. Das der “Bruderkrieg” auch Tote forderte, wie die SZ selbst berichtete, wäre ein nützliches Detail gewesen, dürfte diese Stufe der Auseinandersetzungen doch eine Einigung leicht erschweren.

Der zweite Artikel setzt sich mit den Auschreitungen in der israelischen Hafenstadt Acre auseinander, nicht ohne scheinbar beiläufig folgendes einzustreuen:
“Sowohl arabische Bewohner Akkos als auch die jüdischen sprachen am Sonntag von Pogromen.”

Der Grund, warum sich Schmitz für diesen Satz entschieden hat dürften weniger die (bestimmt unschönen) Zustände in Acre sein, als vielmehr der Antrieb, seiner linksdeutschen Leserschaft zu bestätigen, was diese über Israel schon immer wussten. Dass Juden nämlich auch Pogrome machen. Der Zusammenhang zwischen Israelkritik und Vergangenheitsbewältigung ist bereits an diversen anderen Stellen ausreichend erörtert worden, ich möchte hier darum bitten, sich die betreffenden Texte selbst zu suchen. Problematisch bei Schmitz und Avenarius ist nun, dass diese beiden in ihren Artikeln an vielen Stellen mit einer ekligen Form der Suggestion arbeiten. Wer die “kritische Leserschaft” der SZ aus der Uni oder sonstwoher kennt, weiß, dass das, was die beiden vorsetzen, unreflektiert aufgenommen wird und seinen Zweck erfüllt.

Richtig übel an der SZ ist nun, das Artikel wie die beiden, die hier genannt wurden, nicht die Ausnahme, sondern die Regel in der Nahost-Berichterstattung des Blattes sind. Wenn Avenarius und Schmitz drunter steht, bürgt das für gehobene Israelkritik und garantiert, dass vom Hamas-Anschlag bis zum “Bruderkrieg” Israel immer irgendwie mitschuld ist. Das geht mir auf den Geist und ist neben dem ekligen Sound, den das ganze Blatt hat, ein veritabler Grund, mich nach Ersatz umzusehen. Hat jemand einen Tip, welche Alternativen es tageszeitungstechnisch gibt? Ernstgemeinte Zuschriften bitte in die Kommentarbox. Merci beacoup.

the colawar

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Kurze Anmerkung

Oktober 9, 2008

Beim Lesen dieses Beitrages fühlte ich mich leicht an ein Essay erinnert, dass in Zeiten geschrieben wurde, da der Strap-On Dildo noch nicht den Weg in linke Diskussionen gefunden hatte. Den Zusammenhang zwischen Penetration und Verhalten stellte unter anderem schon Theodor W. Adorno in seiner Schrift Minima Moralia dar. Und zwar unter dem Titel “darf ichs wagen”. Viel Spaß beim Nachlesen.

the colawar

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Damals auf der roten Couch…

Oktober 7, 2008

Als ich noch links war, war ich oft unzufrieden, mit mir und der Welt. Ich beschloss deswegen, mich in die Obhut eines namhaften Psychoanalytikers zu begeben.

Ich sollte mich dann also in der Praxis jenes Psychoanalytikers auf eine rote Couch legen. An den Wänden des Raumes reihten sich Bücherregale und über der Couch, in meinem Blickfeld, hingen Fotos von Che Guevara und Anderen, die ähnlich aussahen. Ich fühlte mich in guten Händen. Der Psychoanalytiker selber, sah ein bisschen aus, wie Sigmund Freud, fand ich. Aber das würde ich wohl über fast jeden Psychoanalytiker sagen.

Seine Therapie bestand darin, sich unter verständnisvollem Nicken und Lauten der Zustimmung anzuhören, was ich aus meiner Kindheit und meinem Leben zu erzählen hatte. Vor allem das Mobbing in der Schule und die Konflikte mit meinen Eltern schienen ihn zu interessieren.

Ausserdem erläuterte ich ihm, dass ich das Gefühl hätte, dass mit der Welt etwas falsch laufe, dass ich dies gerne ändern würde und bereit sei, dafür auch Opfer zu bringen. Ich erzählte von den armen Kindern in Palästina, der Gewalt an der Wallstreet und meinem Helden über der roten Couch – Che Guevara. Ich vertraute dem Psychoanalytiker an, dass ich Gewalt für legitim hielte, solange sie der richtigen Sache diente und, dass ich mich bereits mit verschiedenen Waffengattungen und Handbüchern für den Guerilla-Kampf auseinandergesetzt hätte.

Der Psychoanalytiker seufzte, ich schwieg.

Nachdem er eine Zeit lang auf seinem Bleistift gekaut, abwechselnd mich, die Zimmerdecke und Che Guevara an der Wand über der roten Couch angestarrt und seltsame Notizen auf seinem Klemmbrett gemacht hatte, blickte mich der Psychoanalytiker über die oberen Ränder seiner Brille hinweg an und verkündete mir seine weise Diagnose:

“Sie haben da einen Baader-Meinhof-Komplex…”

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Was für ein Deutscher Fernsehabend…

Oktober 6, 2008

Das KIR-royal-girl hat keinen Fernseher. Es hatte mal einen. Bei irgendeinem der vielen WG-Umzüge ist der wohl bei einem früheren Mitbewohner verblieben. Eigentlich auch egal. Denn es gibt ja Web 2.0, womit eh alles viel schöner ist. Das Web 2.0 ist aber noch nicht der Kommunismus. Der Genosse Colawar hat dem KIR-royal-girl auch erklärt, warum: Wir können noch keine Klamotten runterladen! Das muss sich ändern! Dafür kämpfen wir!

Aber zurück zum Thema: Das Web 2.0 wurde nur erwähnt, weil es dafür sorgt, dass das KIR-royal-girl diesen besonders deutschen heutigen Fernsehabend nicht ganz verpassen muss. Zufällig hat es erfahren, dass heute auf gleich drei Sendern zur Prime-Time tolle Filme laufen, die kritisch antifaschistisch denkende Menschen möglicherweise zum gruseln finden könnten: “Mein Herz in Chile” beim ZDF, “Damals in Ostpreußen” im Ersten und als Höhgepunkt “Wir sind das Volk! auf Sat1.

Nun gut, “Mein Herz in Chile” riecht nur ein bisschen nach Platz an der Sonne, Kolonialromantik und Zufluchtsort für Altnazis. Hier gibt’s den ersten Teil zum angucken, dank Web 2.0, was das KIR-royal-girl auch noch tun wird. Ob es mit seinem Geruchssinn richtig lag, wird sich zeigen und darf gern auch in Kommentaren geäussert werden…


Schon verdächtiger ist da die ARD-Doku “Damals in Ostpreußen”. Riecht nach sogenannter Vertreibung und Deutschen, die gern Opfer wären. Ob’s das auch schon zum angucken im Web gibt, ist dem KIR-royal-girl nicht bekannt. Ist ihm aber auch egal, denn Mama nimmt’s auf DVD auf. Dann kann sich bald die ganze Familie ansehen, wo Opa herkam…

Und nun zum Kracher des Deutschen Fernsehabends: “Wir sind das Volk!”. Ein Film, der so heißt, kann nur gruselig sein! Die Sat1 Homepage verspricht Deutsche Standartbesetzung und den grandiosen Untertitel “Liebe kennt keine Grenzen”. In Kombination kann nur die Liebe zum eigenen Volk gemeint sein. Mal sehen, ob im Film auch Menschen vorkommen, die der/die gemeine Deutsche anderen sogenannten Völkern zurechnen würde… Das KIR-royal-girl wird recherchieren:
Über Gutscheincode gibt’s wohl hier den Film!

So, los geht’s! (im richtigen Fernsehen auch…)

the KIR-royal-girl :-)

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Sex and the Antifa

Oktober 2, 2008

Es geht um Freundschaft, darum, zusammen zu halten und füreinander da zu sein, eigentlich um Solidarität. Schließlich sind sie aufeinander angewiesen, im Überleben auf der Straße, in der Großstadt. Unter den gegebenen Verhältnissen leiden schließlich alle, die dabei sind. Etwas muss sich ändern und das geht nur gemeinsam.

Da muss also eine gemeinsame Basis gefunden werden. Der Style, das Outfit, muss abgestimmt werden. Schließlich wollen sie eine gute Figur machen, wenn sie gemeinsam unterwegs sind, um zu sehen und gesehen zu werden, um das Stadtbild zu bestimmen und den Geist der Zeit zu beeinflussen.

Es wird sich in den angesagten Läden der Szene getroffen und wichtige Themen müssen im Plenum behandelt werden. Irgendjemand kann immer von neuen persönlichen Schwierigkeiten aus der kalten und verwalteten Welt und den sozialen Verhältnissen berichten, die dann ausgiebig mit Anhörung verschiedener Meinungen diskutiert werden. Das ist schließlich Basisdemokratie. Und auch sonst gibt es immer was zu bequatschen, in der Crew: Was ist gerade IN und was OUT? Wo können wir hingehen und wo nicht? Wo steigt DIE Party? Was gibt es Neues? Und vor allem: Wer hat gerade was mit wem laufen???

Um bei einer meiner Heldinnen zu klauen: “When it comes to…” oben Beschriebenem “…I can’t help but wonder:” Ist die Antifa nur Sex-and-the-City in etwas anderer Verpackung???

Nun gut, es erscheint als langfristiges Ziel vermeintlich weniger das Finden oder Nicht-Finden des Mannes für’s Leben als vielmehr irgendeine Art Revolution. Von diesen fernen Zielen aber einmal abgesehen, unterscheidet sich das Alltagsleben in der Antifa-Szene doch nur marginal von dem der vier Freundinnen in Manhatten. Zwar scheint es äusserst anmaßend oder betrübend, verrauchte Kneipen und vermüllte AZs mit IN-Clubs in New York und die Antifa-WG mit einem Luxus-Apartement in der Park-Avenue zu vergleichen, aber das ist wohl nur besagte Verpackung, die gerne aufgewertet werden darf.

Bei den Gesprächsthemen sind, wie bereits angedeutet, die Ähnlichkeiten gravierender. Style und was mit ihm ausgedrückt wird, ist keinesfalls zu verachten. Zum nächsten Event lieber das Kleine Schwarze, oder doch lässig in Zivil? Welche Marken und Symbole sind noch angesagt, schon von den Nazis (zurück)geklaut oder einfach nicht tragbar? Lieber oldschool oder popig?

Auch die persönliche Befindlichkeit, die das nicht existente richtige Leben im Falschen auslöst, darf Thema sein. Schließlich sind alle irgendwie eine Familie: Sweet Home Antifa eben… Und die Liebe der Freundinnen zu ihrem New York lässt doch manchmal an den Regionalpatriotismus so mancher Antifa-Gruppe denken.

In etwas anderer Form würden sich natürlich die Antifas auch über die Jobs meiner TV-Heldinnen freuen (jedenfalls, so lang noch Kapitalismus is). Ob Kolumne oder Blog, was macht das schon? Public-Relations sind doch auch irgendwie Bündnisarbeit, gute AnwältInnen werden immer gebraucht und die Galerie der Antifa stellt eben lieber Streetart aus…

Nun gut, Geld wird lieber für das Zugticket zum nächsten Demo Event, als für High-Heels verprasst, aber pleite sind wir danach doch alle…

Und wie so viele GenossInnen so oft bemerken, ist die ganze Antifa-Sache am Ende eben doch nur eine große Partnerbörse. Beziehungs- oder Nicht-Beziehungs-Kram und wie dieser anders benannt oder gelebt werden sollte, ist ein Bereich, über den sich Antifas wohl nächtelang den Mund fusselig reden können – fast wie die Heldinnen der TV-Serie. Auch Party-Geflirte, One-Night-Stands ohne Reue, häufige Partnerwechsel sowie ungewollte Schwangerschaften sind auf beiden Seiten zu finden. Schön eigentlich. Dort, wo er in der Szene nicht mit Sexismus verwechselt wird, ist Sex ohnehin beliebtes Thema, hat sicherlich aber auch schon ein paar Spaltungen herbeigeführt. Streit wegen Sex gibt’s aber auch in Manhatten, also keine Sorge…

Warum kommen die Mädels (und wenigen Jungs), die die Kinos stürmten und vielleicht jede Nacht süchtig – wie ich – ihre Lieblings-Folgen wieder und wieder schauen, denn nicht einfach zur Antifa? Da wird sich doch angeblich über Zuwachs gefreut und alles, was wir in der Serie als fern, luxuriös und erstrebenswert erkennen, existiert im AZ um die Ecke schon… Oder auch nicht…

the girl (who else?)

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Staatsrecht-Quiz

September 29, 2008

Hallo, liebe Leute! Mir war grade langweilig, also hab ich Euch ein Staatsrecht-Quiz gebastelt. Ich hoffe es gefällt Euch! Eure Lösungen postet Ihr bitte bei den Comments rein. Versucht bitte, das Ganze ohne google etc. zu lösen und erratet, was ihr nicht wisst. Die Person, die gewinnt, erhält ein von mir mit viel Liebe ausgewähltes Zitat eines großen, noch lebenden Staatsrechtlers. Viel Spaß!

Wer darf sich ausschließlich auf die sogenannten „Deutschengrundrechte“ berufen?

a) Deutsche nach Artikel 116 GG und EU-Ausländer nach § 12 EGV

b) Scheißdeutsche nach Bahamas Nr. 55/ S.5 ff.

c) Deutsche nach Artikel 116 GG, die das 18. Lebensjahr vollendet haben

d) Nach der Föderalismusreform Ausnahmslos alle

Kommen wir zu einem der Lieblingsartikel junger, halbwissender Antifas: Wenn der „Widerstandsfall“ eintritt, demzufolge die Deutschen das Recht haben, gegen jeden, der es Unternimmt, das GG abzuschaffen zur Wehr zu setzen (usw.usf.) ist die dementsprechende Rechtsgrundlage (Art. 20 Abs. 4 GG)…

a) …ziemlich nützlich!

b) …ein Werkzeug der Konterrevolution!

c)…hinfällig, weil dann eh alles zu spät ist.

d)…vor dem Widerstand laut und deutlich anzugeben!

Auch eine häufig falsch beantwortete Frage: nicht eingeschränkt werden dürfen…

a) Artikel 1 GG bis Artikel 20 GG

b) Artikel 1 GG bis Artikel 19 GG

c) Artikel 1 GG, Artikel 19 GG und Artikel 20 GG

d) Artikel 1 GG und Artikel 20 GG

Artikel 2 Absatz 1 GG als „Auffanggrundrecht“ zu benutzen, um umfassenden Grundrechtsschutz wird gemeinhin bezeichnet als:

    a) Elfer-Konstruktion

    b) Elfen-Konstruktion

    c) Elfes-Konstruktion

    d) Enver-Konstruktion

Laut einem Urteil des BverfG sind folgende dem Horror-Genre Entsprungenen Wesen keine Menschen:

a) Werwölfe

b) Zombies

c) Vampire

c) Hexen

Laut Carl Schmitt ist Souverän der, der…

a) …den Begriff des Politischen prägt

b) …über den Ausnahmezustand bestimmt

c) …die Gerichte kontrolliert

d) …nach zwei Maß noch fahren kann

Anstatt der normalen Verhältnismäßigkeitsprüfung ging das BverfG in Fällen, die den Artikel 12 betrafen nach folgender Lehre vor:

a) 2 Phasen Lehre

b) 2 Stufen Lehre

c) 3 Stufen Lehre

d)3 Phasen Lehre

Welcher lateinische Satz hat nur indirekt mit dem Staatsrecht zu tun:

    a) quad licet jovi non licet bovi

    b) lex posterior derogat lex prior

    c) ni poena sine legis

    d) lex spezialis derogat lex generalis

Freiheitsgrundrechte und Vodka sind absolut, Gleichheitsrechte…

a)…auch.

b)…relativ.

c)…Vodka? Häh?

d)…ja, gleich halt!

Im „Apothekenurteil“ des BverfG geht es um…

a) Koks & Pillen

b) die Berufsfreiheit

c) die Wirkung der Grundrechte im Privatrecht

d)…ums Ganze.

the colawar

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Innenansicht aus Bayern, ein Tag nach der Wahl

September 29, 2008

Gestern wurde, einige wissen es, in Bayern Landtagswahl gehalten. Die CSU hat, wie auch die Meisten wissen werden, saftig verloren und ist auf 43,4 Prozent gefallen. Hier gibt es mal die nüchternen Statistiken. Wer sich auf einer Wahlparty befunden hat, konnte sich genüsslich in der vollkommen Fassungslosigkeit der CSU’lerInnen sonnen. Während alle rätseln, wie Bayern auf diese Zäsur reagieren wird, ob Haderthauer haltbar ist und wann Huber zurücktritt, läuft das Alltagsleben vorerst weiter wie gehabt. Und natürlich muss hier mit linker Abgeklärtheit darauf hingewiesen werden, dass a) die CSU trotzdem an der Macht bleibt, weswegen das Ergebnis kein Grund zum Feiern ist und b) Wahlen nix ändern. Den Standardsermon hierzu kurz in Schlagwörtern:…Kritik…Radikal…System…Ganzes…richtiges Leben…falsches Leben…ums Ganze…Reformismus…uswusf.. Wer nicht in Bayern wohnt, wird solche Erklärungen schnell bei der Hand haben und hat nicht unrecht damit. Hier in Bayern bedeutet vorliegendes Ergebnis jedoch nichts weniger als…äh…change. Aus der Wahlkampfstatistik ist ist nichts weniger herauszulesen, als dass doch noch Hoffnung besteht. Hoffnung, dass sich noch andere gesellschaftliche Zustände, die längst als Naturereignisse gedeutet wurden, als veränderbar erkannt und überwunden werden. Hoffnung auf eine Gesellschaft, in der es möglich ist, sur l’eau zu liegen und in den Himmel zu blicken, befreit vom Zwang des Schaffens. NichtbayerInnen aller Länder und Nationen, glaubt mir: wenn sogar die alleinige Regierung der CSU überwunden werden kann, ist auch die Überwindung der Verhältnisse möglich! Wenn ihr es wollt, ist es kein Märchen!

the colawar

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Erste Schritte

September 26, 2008

It’s about time to get active…

Lange, lange war er in Planung, nun ist es endlich soweit: Der KIR-royal-blog existiert. Immerhin.

Er sieht noch etwas schäbig aus und zu lesen gibt es auch noch nicht vieles. Aber der Blog existiert und das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Alles weitere wird sich schon ergeben…

Auf bald!

the girl

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